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Vampirromane. Eine Kampfschrift.

Sanguineus, Ina Linger

Seit schätzungsweise hundert Jahren steh ich auf Vampirromane. Wenn ich so darüber nachdenke – und ich denke in der Tat zum ersten Mal darüber nach – dann ist es wahrscheinlich die Kunst, ein- und dieselbe Geschichte immer wieder anders zu erzählen, die mich so fasziniert. Außerdem kommt das Böse oft wahnsinnig charmant rüber und das Gute furchtbar öde. Verkehrte Fledermauswelt eben. Großartig.  

Der letzte Roman, der hier ins Haus geflattert ist, war Sanguineus von Ina Linger. Im ersten Teil der vierteiligen Buchreihe begleitet man die Anwaltsgehilfin Sam sowie den makel- und skrupellosen Vampir Jonathan Haynes auf ihrer fieberhaften Suche nach Nathan, der seit über einem Jahr spurlos verschwunden ist. Während Sam von dem Wunsch angetrieben wird, ihre große Liebe vielleicht doch noch „lebend“ wiederzufinden, will Jonathan einfach nur seinen besten Vampirkumpel retten. 

Ist Nathan Opfer grauenvoller Experimente geworden, und steckt eine unbarmherzige Geheimgarde dahinter?

Immer mehr Dinge kommen ans Licht, die nicht nur die beiden Verbündeten bedrohen, sondern die ganzen Vampirgemeinschaft zerstören könnten. Währenddessen läuft die Zeit unbarmherzig weiter, auch wenn man fast zweihundert Jahre alt ist …

Sicher ist Sanguineus kein Shakespeare, aber spannend, schlüssig und ideenreich erzählt. Mir total egal, wenn es teilweise etwas schwülstig wird (Rückblenden sind nicht so mein Ding und weinende Vampire gehen gar nicht), aber hey: Ich hab mich ein bisschen gegruselt und bestens unterhalten gefühlt – und ich mag dieses Verheißungsvolle, wenn in den weiteren Bänden noch eine ganze Menge Überraschungen auf mich warten. Was soll ich sagen, ich freu mich drauf. 

(Sangiuneus von Ina Linger, Kindle Ausgabe, Seitenzahl der Printausgabe: 324, 2014 erschienen)

Meine Top 3 der Vampirromane

True Blood, Charlaine Harris
Vampire leben unter uns und halten sich menschenfreundlich mit synthetischem Blut fit. Sookie Stackhouse, die einzige Kellnerin, die Gedanken hören kann, rettet einem von ihnen das Leben.

Lange Zähne, Christopher Moore
Der Möchtegern-Schriftsteller Tom lernt die süße Jody kennen und verliebt sich unsterblicher, als er eigentlich vorhatte. Dazu kommen eine Horde Chinesen und ein Toter in der Kühltruhe.

Dracula, Bram Stoker
Die Mutter aller Vampirromane, 1897 als Reisebericht verfasst. Muss man gelesen haben.

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