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Buch-Top5, 2019

Lesen, freuen, feiern: meine Buch-Top5!

So Leute, ihr seid wahrscheinlich schon längst damit beschäftigt, den Schampus kaltzustellen, das Paillettenkleid aufzuschütteln oder eure guten Vorsätze für 2020 an den Kühlschrank zu pinnen. Und ich sitze hier noch rum, gucke nach draußen und denke über Bücher nach, bevor die Welt sich wieder so schön weiterdreht und gute Freunde zum Feiern ins Haus spült. 2019 war ein turbulentes, gutes Jahr mit vielen kleinen Neuanfängen. 2020 kann ich das ausbauen, was ich angefangen habe, und ich freue mich riesig darauf. Aber welche Bücher haben es eigentlich so richtig gerockt, dieses Jahr? Hier sind meine ultimativen Top5! Die, die mich auch nach dem Zuklappen nicht mehr so schnell losgelassen haben. Die, die mich zum Lachen oder auch mal zum Heulen gebracht haben. Die mit den bildschönen Einbänden und den verrücktesten Einfällen. Ehrlich gesagt hätte meine Auswahl auch auf fünf andere fallen können, denn das Jahr war voll mit guten Geschichten. Ich wünsche dir einen super Start in die Zwanziger. Lass es krachen und tanze auf dem Zettel mit deinen guten Vorsätzen herum. Wir sehen uns, …

Washington Black, Esi Edugyan

Suche nach Freiheit.

Angst. Die ersten 80 Seiten umtreibt mich schlicht die Angst, denn Grausamkeit und Willkür bestimmen nahezu körperlich spürbar das Leben des elfjährigen Sklavenjungen WASHINGTON BLACK auf Barbados im Jahre 1830. Er ist Feldsklave auf einer Zuckerrohr-Plantage in den britischen Kolonien, wo man immer mehr afrikanische Sklaven unter härtesten Bedingungen heranschafft, um den steigenden Zuckerkonsum der reichen Oberschicht im Britischen Empire zu decken.  Die Plantagenbesitzer haben die Macht über alles und jeden auf der Insel, und nach dem Ableben des alten Masters stellt sich der neue als das personifizierte Böse heraus: Erasmus Wilde, so blass und weiß, dass er fast durchscheinend wirkt und so unglaublich grausam, dass man mit dem Schlimmsten rechnet, sobald er auf den Plan kommt. Wash, wie George Washington Black gerufen wird, ist mittendrin, nur leidlich geschützt von der mütterlichen Sklavin Big Kit. Und so überträgt sich sein Gefühl, jede Sekunde wachsam bleiben zu müssen, und wird erst allmählich erträglicher, als des Masters Bruder die Plantage besucht:  Christopher Wilde, seit Kindertagen Titch genannt, verkörpert als Entdecker und Erfinder den Freigeist eines Alexander von …