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Leseclubfestival Köln

Mein Lesejanuar: Leseclubfestival Köln!

Ende Januar habe ich das erste Leseclubfestival Kölns besucht! Und ich bin jetzt hier mal offiziell und vollumfänglich begeistert, dass Menschen sich sowas Geniales ausdenken. Die Idee kommt von Tilman Strasser und Dorian Steinhoff von strass & stein, dem Label für Literaturvermittlung. Das Prinzip ist schnell erklärt: 4 AutorInnen, 4 Bücher, 4 Locations! Stell dir vor, du stehst auf einer Party, und alle haben das gleiche Buch gelesen wie du. So ungefähr kann man das Leseclubfestival-Gefühl beschreiben. Denn hier treffen sich an einem Samstagabend je 20 Menschen an vier unterschiedlichen Orten, um zeitgleich über vier Bücher zu sprechen. Mit dabei sind die AutorInnen sowie ModeratorInnen, die durch den Abend führen. Das Buch, das man bespricht, ist praktischerweise direkt im Ticketpreis enthalten: Ich hatte mich im Dezember für DAS MUSEUM DER WELT von Christopher Kloeble entschieden, das mir ein paar Tage nach dem Ticketkauf zugeschickt wurde. Auch wenn der Abenteuerroman, der Ende Februar im dtv Verlag erscheint, ein kleiner Wälzer ist, hatte ich also genug Zeit, um ihn entspannt zu lesen. Die volle Leseclub-Auswahl: Abenteuer, Krimi, …

Nachts nicht weit von wo, Weissmann Verlag

Wenn es Nacht wird in Köln.

„Das wird nicht in deinen Buchblog passen,“ schreibt Steff und möchte mir trotzdem ein Buch schicken. Als es ankommt, geht es mir ein bisschen wie an meinem ersten Tag in Köln: Ich wandere glücklich durch die Buchseiten wie durch die schwül-warmen Straßen am ersten Juli 2001, am Barbarossaplatz wird es langsam dunkel, und überall sind Menschen, zwischen Kyffhäuser und Zülpicher, lachend und schwatzend und scherzend und trinkend und manchmal auch schon deutlich schwankend. Und natürlich ist NACHTS NICHT WEIT VON WO von Peter Rosenthal (Herausgeber), Stefan Flach (Designer) und Michael Weißmann (Fotograf) ein Buch für meinen Blog, weil es ein ähnlich gutes, authentisches Erlebnis ist wie ebendieser Marsch durch die damals noch neuen Straßen. Das Buch ist matt und dunkel wie Stadt-Asphalt, kurz bevor der Regen drauffällt und das ganze Konfetti wieder zu matschiger Großstadtpampe macht. Die Beiträge sind von mehr als 15 Autoren und 11 Fotografen aus Köln-Ehrenfeld und dem Rest der Welt. Hier folgen Gedichte auf Songs, Kurztexte auf Zitate, Erzählungen auf Fragmente, Dunkelheit auf Abschied, Erinnerungen auf Morgengrauen – alles zusammengetragen und fotografisch in Köln Ehrenfeld angesiedelt, aber doch …