Alle Artikel mit dem Schlagwort: John Steinbeck

Lieblingsbücher, eine Auswahl

Die Lieblingsbuch-Lüge.

Letztens vor hundert Jahren haben mein Kollege Jens und ich nach Ewigkeiten im gleichen Büro festgestellt, dass wir das gleiche Lieblingsbuch haben. Seitdem sind wir in meinem Herzen quasi im gleichen Club, nämlich im „Straße-der-Ölsardinen-coole-Leute-Club“. Das Buch habe ich mal von meinem Vater geerbt, als der noch längst nicht gestorben war, und selbst damals fiel es schon ziemlich auseinander. Es riecht, wie ein altes Buch eben riechen muss – irgendwas zwischen nassem Hund und muffiger Bibliothekarin. Die Buchseiten sind so gelblich, als hätte ein Farbenblinder sie mit einem Insta-Retro-Filter bearbeitet. Trotzdem wird es geliebt, allein schon wegen seiner inneren Werte. Von mir. Und anscheinend ja auch von Jens und noch ein paar anderen Leuten.  Nur: Ehrlich gesagt habe ich Die Straße der Ölsardinen seit Jahren nicht mehr gelesen. Genau wie alle anderen Lieblingsbücher, die in meinem Herzen im besagten Club im Regal rumstehen. „Oh, das ist mein Lieblingsbuch“, sage ich auf einer Party/in der Kaffeeküche/in der Konzertpause/im Restaurant. Und ich meine je nach Tagesform Wassermusik/Moon over Manhattan/Fänger im Roggen oder den Kleinen Dämonenberater. Oder eben …

Wie man das Lesen anfängt.

Lesen. Ein Wiedereinstieg.

„Wann liest du das eigentlich alles?“ … fragt meine Freundin und äußert im gleichen Atemzug die Annahme, dass mein Tag wohl irgendwie mehr Stunden habe als ihrer. Generell rede ich in letzter Zeit viel mit Menschen, die eigentlich mehr lesen wollen. Wenn da nur nicht diese ganzen Gründe wären. Abends immer müde. Keine Zeit. Die Kinder. Die Überstunden. Voll motiviert angefangen – und dann wieder weggelegt. Ja, kenn ich. Ich lese trotzdem. Auch mit stressigem Job und Abendessen für vier Personen zubereiten. Nicht alles, was ich lese, ist große Literatur. Aber ich lese, also bin ich glücklich. Meine Top5-Tipps, wie du wieder ins Lesen einsteigen kannst:  1. Finde deine Lesezeit. Ich zum Beispiel lese IMMER morgens nach dem Aufstehen und IMMER abends vor dem Zubettgehen. Frühstücken ohne Buch geht für mich gar nicht, und ich verstehe die Leute nicht, die sich schon morgens abstressen, indem sie ihre Mails lesen oder sich mit Social Media zuballern. Ich mache beides beim ersten Kaffee im Büro. Bis dahin ist in der Regel die Arbeitswelt noch nicht untergegangen, und Instagram ist …