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Serotonin, Michel Houellebecq

Leider geil!

Ich glaube Hemingway soll mal gesagt haben, dass er die Welt nicht in gute und schlechte Menschen unterteile, sondern in interessante und uninteressante. Houellebecq ist zweifelsohne einer von den interessanten. Im Zusammenhang mit seinem Roman SEROTONIN wird er sowohl als moderner Prophet gefeiert, als auch als totaler Prolet beschimpft. Ich gehöre zu den Feiernden, denn der Roman fängt derart prägnant den Zustand der ganzen Welt in einem einzigen Menschen ein, dass man sich noch Wochen später fragt, was man da eigentlich Geiles gelesen hat. Die Geschichte ist die des 46-jährigen Florent-Claude Labrouste, der sich entscheidet, seinem Leben ein Ende zu setzen, weil alle Gelegenheiten, dasselbe noch einmal herumzureißen, längst verstrichen sind. Ein Arzt, den ich hier mal locker als unkonventionell bezeichnen würde, verschreibt ihm das Antidepressivum Captorix, das zwar jegliches Sexleben komplett ausschaltet, aber dafür sorgt, dass der Patient zumindest am Leben bleibt. Leider liefert die Droge das „Wofür eigentlich?“ nicht auf dem Beipackzettel mit. „… und da war ich nun, ein abendländischer Mann in mittleren Jahren, der finanziell für einige Jahre vorgesorgt hatte, ohne …

Kevin Kwan, Crazy Rich Asians

Soap der Superreichen.

Aschenputtel mal auf Asiatisch: Die studierte Wirtschaftsexpertin Rachel Chu und der Geschichtsdozent Nicholas Young führen seit zwei Jahren ein glückliches Leben in New York, als Nick vorschlägt, gemeinsam zur Hochzeit seines besten Freundes nach Singapur zu reisen und Rachel bei dieser Gelegenheit auch gleich seiner Familie vorzustellen.