Bücher, Kolumne
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Lesen, freuen, feiern: meine Buch-Top5!

Buch-Top5, 2019

So Leute, ihr seid wahrscheinlich schon längst damit beschäftigt, den Schampus kaltzustellen, das Paillettenkleid aufzuschütteln oder eure guten Vorsätze für 2020 an den Kühlschrank zu pinnen. Und ich sitze hier noch rum, gucke nach draußen und denke über Bücher nach, bevor die Welt sich wieder so schön weiterdreht und gute Freunde zum Feiern ins Haus spült.

2019 war ein turbulentes, gutes Jahr mit vielen kleinen Neuanfängen. 2020 kann ich das ausbauen, was ich angefangen habe, und ich freue mich riesig darauf.

Aber welche Bücher haben es eigentlich so richtig gerockt, dieses Jahr? Hier sind meine ultimativen Top5!

Die, die mich auch nach dem Zuklappen nicht mehr so schnell losgelassen haben. Die, die mich zum Lachen oder auch mal zum Heulen gebracht haben. Die mit den bildschönen Einbänden und den verrücktesten Einfällen. Ehrlich gesagt hätte meine Auswahl auch auf fünf andere fallen können, denn das Jahr war voll mit guten Geschichten.

Ich wünsche dir einen super Start in die Zwanziger. Lass es krachen und tanze auf dem Zettel mit deinen guten Vorsätzen herum. Wir sehen uns, deine Nina.

Nachttiger, Yangsze Choo

NACHTTIGER von Yangsze Choo.
Magische Tiger, Mythen und menschliche Verfehlungen: Die Geschichte eines Houseboys im Britisch-Malaya der Dreißigerjahre ist meine klare Nummer eins! Der junge Ren begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, um den amputierten Finger seines verstorbenen Herrn zu finden. Denn nur so kann essen Seele Ruhe finden. Auf seiner Mission gerät Ren in eine spannende Geschichte zwischen Krimi, Liebesroman und magischer Erzählung. Ich möchte das Buch ans Herz drücken, wann immer ich es hier im Regal sehe!

Hier geht’s zur kompletten Rezension.

Serotonin, Michel Houellebecq

SEROTONIN von Michel Houellebecq
Vielleicht nicht jedermanns Sache, aber sowas von meine: Jedes Mal, wenn ich ein Buch von ihm in die Finger kriege, fühle ich mich nach dem Lesen stärker. Sogar nach der Geschichte um den lebensmüden Florent-Claude Labrouste, der beginnt seine Existenz aufzulösen, bis am Ende kaum mehr übrigbleibt als eine Vergangenheit voll nicht ergriffener Gelegenheiten. Eine geniale Hommage an die Verderbtheit unseres Systems und unserer Gesellschaft. Man sollte sich sowieso ab und zu mal fragen: Was würde Michel Houellebeque dazu sagen?

Hier geht’s zur kompletten Rezension.

Was man von hier aus sehen kann, Mariana Leky

WAS MAN VON HIER AUS SEHEN KANN von Mariana Leky
Was für ein hochkomisches, kluges, trauriges, kurioses und tiefsinniges Buch! Immer, wenn der alten Dorfbewohnerin Selma im Traum ein Okapi erscheint, stirbt in den nächsten 24 Stunden einer der Dorfbewohner. Da Selma aber nicht träumt, wen es denn nun trifft, räumen direkt alle in ihrem Leben auf und versuchen mit sich und der Welt ins Reine zu kommen. Ich war vom ersten Satz an gefesselt und habe von Lachen über breit Grinsen bis hin zu laut Seufzen und Heulen alles beim Lesen gemacht, was man beim Lesen so machen kann. Wunderbar!

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Washington Black, Esi Edugyan

WASHINGTON BLACK von Esi Edugyan
Nachdem Uwe vom Eichborn-Verlag mir das Buch in die Hand gedrückt hatte, habe ich es a) sofort ins Herz geschlossen und b) regelrecht gefürchtet. Denn zum einen ist es einfach bildschön. Und zum anderen ist die Geschichte um den jungen Sklaven auf Barbados zu Anfang des neunzehnten Jahrhunderts nun mal kein Groschenroman: Washington Blacks Alltag auf der Zuckerrohrplantage wird fühlbar bestimmt von Willkür und Gewalt – bis er den Wissenschaftler Christopher Wilde kennen lernt und mit einem Luftschiff von der Plantage entkommt. Eine Reise zu fernen Ländern beginnt, auf der Suche nach der eigenen Identität. Bewegend und großartig. Der beste Tipp des Jahres!

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Wir von der anderen Seite, Anika Decker

WIR VON DER ANDEREN SEITE von Anika Decker
Selten so gelacht und so mitgeheult. Ich möchte bitteschön nächtelang wahlweise mit Anika Decker oder ihrer Hauptfigur Rahel in der Stammkneipe meiner Jugend sitzen und übers Leben reden. Ihre Geschichte um die Drehbuchautorin, die nach einem wochenlangen Koma wieder zurück in ihr Hipster-Leben finden will, ist ganz großes Kino. Ich liebe den schrägen Humor und die tollen Nebenfiguren (wie etwa Rahels liebenswert verrückte Mutter). Und ich mag Anika Deckers Fähigkeit, auch sehr traurigen, ernsten Situationen dieses kleine hoffnungsvolle Grinsen zu verleihen.

Hier geht’s zur kompletten Rezension.

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