Monate: April 2019

Slow, Brooke Mc Alary

Entdeckung der Langsamkeit.

Ich sag mal so: Wir alle neigen dazu, stets mehr vom Gleichen zu tun und die Dinge einfach anzuhäufen. Vollkommen egal, ob Klamotten oder Alltagstätigkeiten. Auch, wenn es oft gar keinen Sinn macht: Wenn ein es ein Haufen ist, fühlt es sich erst mal gut an. Das Blöde an Haufen ist lediglich, dass die wichtigen Dinge oft ganz unten liegen. Darüber hinaus neigen Haufen oft dazu, unaufmerksame Besitzer unter sich zu begraben.

Notizbücher, Suhrkamp

Notizbücher können Leben retten.

Vor Jahren hat mich mal jemand gefragt, welches Buch ich auf eine einsame Insel mitnehmen würde. „Ein Notizbuch“, habe ich gesagt. Denn bevor ich in Ermangelung einer Alternative immer das gleiche gewellte und meergesalzene Buch gegen die Sonne hielte, würde ich wohl eher ein eigenes schreiben. Außerdem machen Notizbücher verdammt gute Laune, weil sie der Anfang von allem sind. Und ausgesetzt auf einer einsamen Insel hat man früher oder später bestimmt ein klares Gute-Laune-Defizit. Mit einem Notizbuch hingegen ist man direkt viel aufgeräumter.  Voller Tatendrang. Wohlorganisiert. Elaboriert. Man gehört gewissermaßen zu den Klugen unter den Alltags-Schiffbrüchigen. Zu denen, die kapiert haben, was wichtig ist. Jene, deren Gedanken auch Schwarz auf Weiß noch einen Sinn ergeben. Natürlich ist das nichts für jeden, aber Chanel N° 5 ja schließlich auch nicht.  Notizbücher und Chanel N° 5 haben gemeinsam, dass sie einen mit diesem leichten Hauch von purer Perfektion umgeben.  Zumindest bis ich mich das erste Mal verschreibe. Das ist dann der Punkt, an dem mir auffällt, dass ich dringend mal meine krakelige Handschrift überdenken sollte. Und plötzlich ist das Leben …

Wie man das Lesen anfängt.

Lesen. Ein Wiedereinstieg.

„Wann liest du das eigentlich alles?“ … fragt meine Freundin und äußert im gleichen Atemzug die Annahme, dass mein Tag wohl irgendwie mehr Stunden habe als ihrer. Generell rede ich in letzter Zeit viel mit Menschen, die eigentlich mehr lesen wollen. Wenn da nur nicht diese ganzen Gründe wären. Abends immer müde. Keine Zeit. Die Kinder. Die Überstunden. Voll motiviert angefangen – und dann wieder weggelegt. Ja, kenn ich. Ich lese trotzdem. Auch mit stressigem Job und Abendessen für vier Personen zubereiten. Nicht alles, was ich lese, ist große Literatur. Aber ich lese, also bin ich glücklich. Meine Top5-Tipps, wie du wieder ins Lesen einsteigen kannst:  1. Finde deine Lesezeit. Ich zum Beispiel lese IMMER morgens nach dem Aufstehen und IMMER abends vor dem Zubettgehen. Frühstücken ohne Buch geht für mich gar nicht, und ich verstehe die Leute nicht, die sich schon morgens abstressen, indem sie ihre Mails lesen oder sich mit Social Media zuballern. Ich mache beides beim ersten Kaffee im Büro. Bis dahin ist in der Regel die Arbeitswelt noch nicht untergegangen, und Instagram ist …

Was man von hier aus sehen kann, Mariana Leky

Deine Seele, ein Dorf.

Ich schätze es passiert selten, dass man beim Lesen eines Buches zunächst auf Seite 15 in schallendes Gelächter ausbricht, um dann auf Seite 100 ernsthaft zu heulen. Damit ist das Wichtigste zu Mariana Lekys Was man von hier aus sehen kann eigentlich schon gesagt: Es ist ein ergreifendes Buch, das man unbedingt lesen sollte. Zur Story: In einem kleinen Dorf im Westerwald kann Selma den Tod voraussehen. Dieser kommt nämlich immer an dem Tag, nachdem der alten Frau im Traum ein Okapi erscheint. So ein Traum spricht sich im Dorf schnell herum, unter anderem deshalb, weil die Frau des Bürgermeisters eine Klatschtante ist. Leider lässt der Traum aber die komplette Dorfgemeinschaft im Unklaren darüber, wen es diesmal ereilt. Und so beginnt eine regelrechte Wanderung von Geheimnissen, Gedanken oder auch Menschen, die – nur für den Fall – nochmal aufräumen wollen, bevor sie denn ggf. abtreten müssen.  „Selma hatte in ihrem Leben dreimal von einem Okapi geträumt, und jedes Mal war danach jemand gestorben, deshalb waren wir überzeugt, dass der Traum von einem Okapi und der …

Captain Underpants, Dav Pilkey

Emils Kids Tipp: „Captain Underpants“.

Das Buch habe ich durch meinen Bruder kennengelernt. Ich liebe ja Comics, und deshalb fand ich auch dieses Buch total toll. Ich liebe die Geschichte und die coolen Namen im diesem Buch. Also, in diesem Buch geht es um zwei Jungs namens George und Harold. Bei den Lehrern sind sie bekannt für ihre Streiche und für ihre schlechten Noten (die sie durchaus haben). Sie selber bezeichnen sich aber als sehr kreative Jungs, und sie finden, dass an der Jerome-Horwitz-Grundschule gar keine Jungs mit Kreativität unterstützt werden. Außerdem haben sie einen sehr fiesen Direktor namens Mr. Krupp. Dieser hat Überwachungskameras an der ganzen Schule installiert, und so hat er auch Georges und Harolds letzten Streich mitbekommen. Und der war echt sehr fies!  Die beiden hatten beim Footballspiel schwarzen Pfeffer in die Pompons der Cheerleader getan und die Muskelcreme der Footballspieler mit Juckcreme vertauscht.  Leider war das nicht alles. Mr. Krupp hatte die Streiche ja aufgezeichnet und drohte George und Harold damit, den Film den Footballspielern zu geben, wenn sie nicht ab sofort alles taten, was Mr. Krupp …